Saison 2017

Saison 2017


Ende Januar startete der Schweizer Jugendchor in die Probephase der Saison 2017. 20 der insgesamt 45 Sängerinnen und Sänger sind nach erfolgreichem Vorsingen im November 2016 neu in den Chor eingetreten. Die Mitglieder des SJC 2017 stammen aus den vier Landesteilen und aus 14 Kantonen.

Auf der diesjährigen Konzertagenda steht nebst zahlreichen Konzerten in der Schweiz auch eine Konzerttournee nach Deutschland:

Das diesjährige Programm des Schweizer Jugendchors reicht von alter  Musik über  zeitgenössische Kompositionen und Schweizer Volksliedern bis hin zu Jazzarrangements. Als wichtigste Neuerung gibt es in dieser Saison einen Komponistenschwerpunkt, den der SJC dem Schweizer Frank Martin (1890-1974) widmet. Die Auseinandersetzung mit diesem bedeutenden Komponisten beginnt mit dem Kyrie und dem Gloria seiner höchst anspruchsvollen Messe für Doppelchor, das als sein persönlichstes Stück gilt. Dazu kommen weniger bekannte Arrangements von Schweizer Volksliedern für Frauen- bzw. Männerchor – man darf gespannt sein! Der Chor baut auf seinem Programm der letzten Saison auf und erweitert das Repertoire um je ein weiteres Stück von Heinrich Schütz und Benjamin Britten. Auch im Spiritual dringt der Schweizer Jugendchor in weitere ungewöhnliche Richtungen vor.

Das zweite Jahr in Folge bilden Nicolas Fink und Philippe Savoy das Dirigententeam.


Leitung


Nicolas Fink

Nicolas Fink trat bisher mit den Chören des WDR, des MDR, dem Rundfunkchor Berlin, dem Chœur de Radio France, dem Vocalconsort Berlin, dem Coro Casa da Música Porto, dem Cor del Palau de la Música in Barcelona, dem Edvard Grieg Kor u.a. als Dirigent in Erscheinung. Er ist ein gesuchter Partner für Einstudierungen mit bisher mehr als 25 führenden Dirigenten wie Sir Simon Rattle, Marek Janowski und Daniele Gatti. Seit 2014 ist er Chordirektor des Schleswig-Holstein Festival Chores.

Höhepunkte seiner Tätigkeit in 2017 bilden die Sasha Waltz & guests Produktion FIGURE HUMAINE mit dem Vocalconsort Berlin einige Tage vor der offiziellen Eröffnung als choreografische und musikalische Raumerkundung der Elbphilharmonie-Foyer. Mit dem WDR Rundfunkchor ist er mit Uģis Prauliņš’ NIGHTINGALE an der chor.com in Dortmund zu Gast. Nicolas Fink dirigert ein a cappella Mitsingkonzert mit dem Rundfunkchor Berlin und Haydns SCHÖPFUNG mit 400 Sängern anlässlich von Interkulturs EUROPEAN CHOIR GAMES in Riga. Die Konzerte mit dem Vocalconsort Berlin (Poulencs FIGURE HUMAINE) und dem Schleswig-Holstein Festival Chor (Werke von Brahms und Boulanger) werden live im Radio übertragen. Gemeinsam mit John Rutter und Elīna Garanča kürt Nicolas Fink als einer von drei Jurymitgliedern anlässlich des ersten EUROVISION CHOIR CONTEST den besten Amateurchor Europas in einer von Eric Whitacre moderierten Fernsehsendung. Einstudierungen führen ihn zum MDR Rundfunkchor Leipzig und zum Chœur de Radio France nach Paris.

Sein besonderes Interesse gilt interdisziplinären Aufführungsformen, um Chormusik anders erlebbar machen. So konnte Nicolas Fink mit dem Rundfunkchor Berlin am 44th Arts Festival Hong Kong sowie dem klara festival in Brüssel mit der Sasha Waltz & guests Erfolgsproduktion HUMAN REQUIEM gastieren. In Bergen hat er mit dem Edvard Grieg Kor die norwegische Erstaufführung von Frank Martins LE VIN HERBÉ in einer visuellen Umsetzung des Fotografen Magnus Skrede angeregt und aufgeführt. Beim WDR Rundfunkchor stieß er mit der Leitung einer choreografierten Fassung von Sergei Rachmaninows GANZNÄCHTLICHER VIGIL auf begeisterte Resonanz.

Die von ihm dirigierten Aufnahmen der beiden großen a cappella Werke von Sergei Rachmaninow - die CHRYSOSTOMOS-LITURGIE mit dem Rundfunkchor Berlin und die GANZNÄCHTLICHE VIGIL mit dem WDR Rundfunkchor Köln - sind bei Carus erschienen und wurden von der Fachpresse hoch gelobt. Die Fernsehproduktion der Vigil durch den Westdeutschen Rundfunk unter der Regie von Enrique Sánchez Lansch ("Rhythm is it") wurde für mehrer Preise nominiert. Weiter bei Carus ist eine Weihnachts-CD mit u.a. den QUATRE MOTETS POUR LE TEMPS DE NOËL von Francis Poulenc mit dem Rundfunkchor Berlin erschienen.

Nicolas Fink ist auch als Dozent für Chorleitung zu erleben: er gibt Workshops in Hong Kong und Indonesien, und leitete 2016 gemeinsam mit Simon Halsey eine Meisterklasse am Schleswig-Holstein Musik Festival. Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit dem Edvard Grieg Ungdomskor in Norwegen setzt er seine Arbeit mit jungen Ensembles 2016 mit dem Schweizer Jugendchor fort.

Nicolas Fink hat an der Musikhochschule Luzern Chorleitung mit Auszeichnung abgeschlossen und das Konzertdiplom als Bariton erlangt. Weitere Studien führten ihn zu Meisterkursen in der ganzen Welt und 2006 als conducting fellow an das Tanglewood Music Center.

www.nicolasfink.ch


Philippe Savoy

Philippe Savoy teilt seine Zeit zwischen zahlreichen Beschäftigungen auf, die ihm alle Freude bereiten: Er leitet Chöre, spielt und unterrichtet Saxophon und ist Familienvater.

Seine Ausbildung begann in Freiburg (Schweiz) und setzte sich in Lausanne und Zürich fort. Sein Werdegang ist von vielen bereichernden Begegnungen geprägt. So trugen Hervé Klopfenstein, Jean-Claude Kolly, André Ducret, Jean Georges Koerper, Marie-Françoise Schuwey und vor kurzem Nicolas Fink massgeblich zu seiner musikalischen Ausbildung in technischer wie expressiver Hinsicht bei. Dank ihrer Unterstützung und ihren Ratschlägen gelang es Philippe Savoy, die Jurys mehrerer Wettbewerbe in der Schweiz und in Frankreich zu überzeugen, und die Auszeichnungen, die er erhielt, erlaubten ihm, seinen musikalischen Horizont zu erweitern und viele wertvolle Kontakte zu knüpfen. Da es eher selten vorkommt, dass ein Saxophonist in einem Symphonieorchester spielt, sind seine Verpflichtungen durch das Orchestre de la Suisse Romande und die Kammerorchester von Lausanne, Genf und Freiburg angenehme und motivierende Erfahrungen.

Philippe Savoy stand weltweit auf der Bühne und erlebte musikalische Glanzpunkte in den Opernhäusern von Tokio und Sydney, in der Bar „Sur“ in Buenos Aires, in der St.-Anna-Kirche in Jerusalem, aber auch in der Kirche St. Michael in Freiburg, der Tonhalle in Zürich und der Victoria Hall in Genf.

Im Alter von 20 Jahren lernte er den Chorgesang kennen, der ihn seither nicht mehr losgelassen hat. Augenblicklich leitet er zwei Vokalensembles (DeMusica und Zeugma), den Chor St-Michel in Freiburg (Jugendchor) und seit 2016 den Schweizer Jugendchor. Mit diesen Gruppierungen führte er zahlreiche bedeutende Werke auf, darunter solche von Bach, Mozart, Vivaldi, Franck, Schütz, Bizet und Mendelssohn, aber auch von Françaix, Rutter, Britten, Charrière, Villard, Ducret und vielen anderen.

Da es ihm ein Anliegen ist, sich am Vereinsleben zur Förderung des Chorgesangs aktiv zu beteiligen, ist er im Vorstand der ASCEJ (Association de Soutien aux Chœurs d’Enfants et de Jeunes) und der SFEC (Schweizerische Föderation Europa Cantat) tätig. Als Mitglied des Grossen Rats des Kantons Freiburg setzt er sich dafür ein, dass die Kultur in der Welt der Politik den ihr gebührenden Platz erhält.

Nachdem Philippe Savoy seine Ausbildung abgeschlossen, Erfahrung gesammelt und viele ungewöhnliche Personen kennengelernt hat, ist er nun bereit, sich mit voller Tatkraft dafür einzusetzen, dass sein Traum auch in Zukunft weitergeht.

philippesavoy.ch


Assistentin


Julia Baumgartner

Julia studiert Schulmusik 2 mit Hauptfach Chorleitung an der Hochschule für Musik in Basel. Nebst ihrer regen Tätigkeit als Chorsängerin ist sie Mitbegründerin des Vereins Juventus Musica Basel und des Jungen Kammerchors Basel.

juliabaumgartner.ch



Sängerinnen und Sänger


Sopran

  • Hannah Bächtold
  • Julia Baumgartner
  • Selina Beltrani
  • Leonie Gerber
  • Caroline Holzer
  • Charlotte Maillard
  • Sereina Meienhofer
  • Alessia Meyer
  • Alma Pfister
  • Laurédane Raabe
  • Kathi Stahel
  • Isabel von Ah
  • Norma Widmer
  • Deborah Züger

Alt

  • Tabea Cincera
  • Lucrèce Darbellay
  • Alyson Gross
  • Alina Harangozo
  • Lilija Kovalyova
  • Jessica Marty
  • Louise Moulin
  • Charlotte Müller
  • Christine Pittet
  • Katja Winterberger
  • Anna-Barbara Winzeler
  • Martina Zemp

Tenor

  • Aurélien Lalou
  • Philipp Lischer
  • Florian Mauron
  • Oliver Michel
  • Jonathan Oswald
  • Maxime Thély
  • Miloš Trujic
  • Nicolas Wagner
  • Elias Winzeler

Bass

  • Valérian Bitschnau
  • Silas Bücherer
  • Roman Butzerin
  • Jonas Gassmann
  • Joel Handschin
  • Daniel Hollenweger
  • Nicolas Klose
  • Luc Lutz
  • Stefan Marty
  • Alban Müller